Kultur

Arme Roma, böse Zigeuner. Norbert Mappes-Niediek (2013): Bundeszentrale für politische Bildung

Inhalt: Es gibt viele Gründe für Migration. Einer davon ist die Flucht aus prekären Lebensverhältnissen, auch innerhalb Europas: Armut mobilisiert Roma, insbesondere aus Staaten Ost- und Südosteuropas, zur Wanderung, und ihre Armut ist zugleich der Katalysator für Vorbehalte und Vorurteile den Roma gegenüber. Wie reagiert die Politik auf die Wanderungen der Roma? Welche Verwerfungen entstanden durch die wirtschaftlichen Umbrüche in ihren Herkunftsländern? Norbert Mappes-Niediek versucht das Ursache-Wirkungs-Geflecht zu entwirren, das den Nährboden für die verbreitete Ablehnung der Roma bildet. Sein rationales, auf Recherchen wie zahlreichen Gesprächen basierendes Buch zeigt, welche Probleme überwunden und welche Fakten hingenommen werden müssen.

 

Die Musik der Sinti und Roma. Bde. I – III (Themen: Die ungarische "Zigeunermusik" – Der Sinti-Jazz – Der Flamenco). Awosusi, Anita (1996-1998): Schriftenreihe des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg.

 

Die Sinti/Roma-Erzählkunst. STRAUSS, Daniel (1992): Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma.

 

I am from Austria – Volksgruppen in Österreich. Österreichisches Volksgruppenzentrum (Hg.) (2001): Klagenfurt: Hermagoras.

Kurzcharakteristik: Kurzinformation zu den sechs anerkannten österreichischen Volksgruppen (Tschechen, Kroaten, Ungarn, Slowaken, Slowenen, Roma) sowie zu der siebenten, (noch) nicht anerkannten Volksgruppe (Polen).

 

Otto Pankok: Sinti-Porträts 1931 bis 1949. Kohlebilder – Druckgrafik – Plastik. Katalog zur Ausstellung. Pankok, Eva; Rose, Romani (2006): Berlin.

 

Sinti und Roma. Geschichte, Kultur, Gegenwart. Karin Reemtsma (1996).

Inhalt: Sie klauen wie die Raben, sind arbeitsscheu und ein Volk von ruhelosen Nomaden - wenn die Rede auf "Zigeuner" kommt, sind wir mit Vorurteilen schnell bei der Hand. Wohl an keiner anderen Minderheit ist die Aufklärung so spurlos vorübergegangen, und selbst liberale Zeitgenossen wiederholen oft Negativklischees, die schon in der frühen Neuzeit im Umlauf waren. Katrin Reemtsma (1958-1997,Ethnologin und Menschenrechtsaktivistin)erzählt die leidvolle Geschichte der Sinti und Roma, und sie führt den Leser in ihre Kultur und Lebensweise ein. Ihr Buch ist ein engagiertes Plädoyer für eine im Grunde unbekannte Minderheit in unserer Mitte.

 

What is the Romani language? Bakker, Peter / Kyuchukov, Hristo (ed.) (2000): Hatfield: University of Hertfordshire Press.

Kurzcharakteristik: Ausgezeichnetes, leicht verständliches Buch zum Romani, das genau die Fragen beantwortet, die in Hinblick auf die Sprache, aber auch hinsichtlich Geschichte, Kultur und Selbstverständnis der Roma häufig gestellt werden. Die Beiträge im Buch stammen von wirklichen Kennern – und Könnern – des Romani. Das Buch ist zwar zurzeit nur auf Englisch erhältlich, aufgrund der klaren, einfachen Sprache aber auch für Schüler und Schülerinnen gut lesbar.

 

Zuletzt geändert: Freitag, 20. Juni 2014, 14:22