Inhalt dieses Moduls ist die kritische Auseinandersetzung mit kognitiven Einschränkungen. Kognitive Einschränkungen betreffen die geistige Leistungsfähigkeit und treten in vielfältige Formen auf. Sie beeinträchtigen die Informationsverarbeitung im Gehirn. Die wichtigsten kognitiven Funktionen betreffen die Aufmerksamkeit, das Erinnern, die Wahrnehmung, die Urteilsfähigkeit, die Handlungsplanung, die Problemlösung sowie Kommunikationsformen. Sind diese gestört kann das alltägliche Leben, die berufliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität beeinflusst werden.

Eine maßgebliche Herausforderung an die PlanerInnen ist die gestaltete Umwelt so zu entwerfen, dass die Bedürfnisse von allen Menschen berücksichtigt, und soweit möglich, erfüllt werden. Dabei sind, neben den Menschen mit einer Mobilitäts- und/oder sensorischen Einschränkung, auch Menschen mit einer kognitiven Einschränkung im Besonderen zu bedenken. Bislang gibt es kaum Grundlagenforschung über diese Einschränkungsformen und infolgedessen existieren marginale Planungsvorgaben für den gebauten Raum, um die Anforderungen von Menschen mit einer kognitiven Einschränkung zu berücksichtigen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicherzustellen.