Belegnummer WiSe 56 14117

In diesem Seminar werden wir uns mit dem Thema sexueller Missbrauch bzw. sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche auseinandersetzen. In diesem Seminar geht um die Geschichte und den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs, aber auch und vor allem praxisnah um Anzeichen, Formen und Folgen sexualisierter Gewalt im sozialen Nahraum der Kinder und Jugendlichen sowie um strategische Vorgehensweisen von Täter/innen. Wir werden uns gemeinsam mit dem Schutzauftrag der Jugendhilfe, insbesondere mit einem professionellen Umgang mit Verdacht sowie der multiprofessionellen Kooperation mit der Kinderschutzmedizin, Strafermittlung und Justiz befassen. Ein besonderer Fokus liegt bei der Situation und pädagogischen Begleitung betroffener Mädchen und Jungen, die während einer Intervention und danach in den Einrichtungen der Sozialen Arbeit betreut werden und dort auf gut ausgebildete Fachkräfte sowie Schutzkonzepte angewiesen sind, die für sichere Orte sorgen.

Themen und Schwerpunkte werden in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt, auf Wunsch kann es in einzelnen Sitzungen auch exemplarisch um die im medialen Diskurs bekannt gewordenen Fälle (z.B. Odenwaldschule, Lügde, Münster) gehen.Ihr Beitrag zum Seminar wird durch ein Impulsreferat in Form von Thesen (mit schriftlicher Ausarbeitung) erbracht, inhaltlich gerahmt und ergänzt durch die Dozentin und durch Dikussionen in der Guppe vertieft. Es handelt sich nicht um ein typisches "Referateseminar", dafür wird zwingend eine Bezugnahme auf den Dikussions- und Lernprozeß in und mit der Gruppe gefordert - planen Sie unbedingt Ihre durchgängige Teilnahme ein.

Da dieses Thema ein hohes Maß an persönlicher Auseinandersetzung fordert, bitte ich Sie um Vorkehrungen, dass wir alle gegenseitig auf Zoom sichtbar sind, statt hinter einer "black box" zu verschwinden. Wenn Ihnen dies nicht möglich ist, nehmen Sie unbedingt im Vorfeld des Seminares Kontakt zu mir auf (E-Mail).

Im E-Learning werden nach gemeinsamer Festlegung der Schwerpunkte zahlreiche Dokumente bereit gestellt. Ergänzend muss eine eigene Recherche zum jeweils referierten Thema erfolgen, die den Thesen und ihrer Ausarbeitung zugrundeliegt.

Freitags 8.30 - 11.45 Uhr. ZOOM